KFZ-
Versicherungen

Kfz Haftpflichtversicherung

Es besteht eine gesetzliche Pflicht zum Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung. Diese umfasst die Befriedigung begründeter und die Abwehr unbegründeter Schadenersatzansprüche, die aufgrund gesetzlicher Haftplichtbestimmungen gegen den Versicherungsnehmer oder mitversicherte Personen erhoben werden, wenn durch die Verwendung des versicherten Fahrzeuges Personen verletzt oder getötet werden, Sachen beschädigt oder zerstört werden oder ein sonstiger Vermögensschaden entsteht.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung dient nicht nur dem Schutz des Versicherungsnehmers, sondern garantiert auch dem Geschädigten Ersatz für erlittene Schäden.

Versichert ist der Lenker, der Eigentümer, der Halter, Mitfahrer, Personen, die das Kraftfahrzeug einweisen und jeder, der eine entsprechende Lenkerberechtigung besitzt und mit Willen des Halters das Fahrzeug verwendet.

Die ab 1.1.2012 gültige Mindestpauschalversicherungssumme beträgt EUR 7,000.000,-- für Personen- und Sachschäden und die Pauschalversicherungssumme für bloße Vermögensschäden beträgt EUR 70.000,--. Die Mindestsummen für Omnibusse und Fahrzeuge für GGBG-Transporte wurden ebenfalls angehoben - hier gelten jedoch gesonderte Summenstaffelungen.

Expertentipp!
Da der Kraftfahrzeughalter im Sinne des Gesetzes im Schadensfall unter Umständen unbegrenzt haftet, sind höhere Versicherungssummen empfehlenswert, um so mehr, als die Prämienerhöhung im Vergleich zur Summenerhöhung sehr gering ist.

Kfz Kaskoversicherung

Die Kfz-Kaskoversicherung leistet Ersatz bei Beschädigung, Zerstörung oder Verlust des versicherten Fahrzeugs oder der im versperrten Fahrzeug verwahrten oder an ihm befestigten Teile. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auch auf die Sonderausstattung und das Zubehör. Das Wesen der Kaskoversicherung besteht darin, dass der Schaden am Fahrzeug ersetzt wird, ohne dass die Frage des Verschuldens zu prüfen ist. Die Kfz-Kaskoversicherung wird als Elementar-kaskoversicherung und als eine Kollisionskaskoversicherung angeboten.

Die Elementarkaskoversicherung ersetzt Schäden durch Naturgewalten (unmittelbaren Blitzschlag, Felssturz, Steinschlag, Erdrutsch, Lawinen, Schneedruck, Hagel, Hochwasser, Überschwemmungen und Sturm), Brand und Explosion, Diebstahl, Raub oder unbefugten Gebrauch sowie durch Berührung mit Haarwild.

Die Kollisionskaskoversicherung ersetzt zusätzlich sowohl Shäden infolge eines Unfalls als auch Beschädigungen durch Vandalismus. Über besondere Vereinbarung kann auch bei Fahrzeugen bis 1 t Nutzlast eine Vereinbarung über den Ersatz von Bruchschäden an der Verglasung ohne Rücksicht auf die Schadenursache getroffen werden.

Expertentipp für Haftpflicht und Kasko!
Bei Ankauf eines neuen Kfz nicht gleich die Haftpflicht- und Kaskoversicherung beim Autohändler abschließen, da dieser in den seltensten Fällen wirklich eine optimale Produktberatung durchführen kann und eine weitere Betreuung des Kunden nicht immer gewährleistet ist. Es empfiehlt sich also unbedingt vor Auslieferung des Kfz mit dem Versicherungsmakler Kontakt aufzunehmen, da dieser ständig den Markt beobachtet und das optimale Produkt anbieten kann und eine weitere Betreung mit Sicherheit gewährleistet ist.

Fahrzeug-Rechtsschutzversicherung

Die Fahrzeug-Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen, wenn das eigene Fahrzeug beschädigt wurde oder Insassen verletzt wurden. Ersetzt werden auch die Kosten eines gegen den Lenker eingeleiteten Strafverfahrens. Sie vergütet auch die Kosten für die Vertretung im Verfahren wegen Entziehung der Lenkerberechtigung. Ebenfalls eingeschlossen ist die Rechtsvertretung in Verfahren zur Wiederausfolgung des Führerscheins. Ein Fahrzeug-Vertrags-Rechtsschutz, der sich auf Verträge bezieht, die das versicherte Fahrzeug betreffen (z.B.: Kauf- oder Leasingverträge, Reparaturen), kann vereinbart werden und dient auch zur Abwehr von Ansprüchen, die gegen den Versicherungsnehmer erhoben werden.

Lenker-Rechtsschutzversicherung

Die Lenker-Rechtsschutzversicherung kommt dem Lenker eines fremden Fahrzeuges, der einen Schaden erleidet, zugute und umfasst im Wesentlichen den Umfang der Fahrzeug-Rechtsschutz-Versicherung.

Kfz-Insassen-Unfallversicherung

Die Kfz-Insassen-Unfallversicherung ist - als eine Sonderform der Unfallversicherung - eine auf die Unfallgefahren bei Benützung eines Kfz beschränkte Versicherung. Der Versicherungsschutz besteht bei Unfällen im ursächlichen Zusammenhang mit dem Lenken, Benutzen, Behandeln, dem Be- und Entladen sowie dem Einweisen des Kraftfahrzeuges oder Anhängers. Unfälle beim Ein- und Aussteigen sind mitversichert.

Expertentipp!
Die Fahrzeuginsassen-Unfallversicherung ist im Falle selbstverschuldeter Unfälle von besonderer Bedeutung, da der schuldtragende Lenker aus seiner Kfz-Haftpflichtversicherung keinerlei Ersatzleistungen erhält und auf die (unter Umständen sehr niedrigen) Leistungen der Sozialversicherung angewiesen ist.

Kfz-Leasing

Beim Kfz-Leasing handelt es sich um die gebräuchlichste Art des Leasings.

Der Leasingnehmer entscheidet sich für ein Kraftfahrzeug und dessen Ausstattungsmerkmale. Ihm obliegt auch die Verhandlung über den Kaufpreis. Die Leasing-Gesellschaft als Leasinggeber erwirbt anschließend das Kraftfahrzeug und vermietet es an den Leasingnehmer. Nach Ablauf des Vertrages wird dem Leasingnehmer das Kraftfahrzeug zum Restwert angeboten oder vom Leasinggeber zurückgenommen.

Expertentipp!
Bei Ankauf eines neuen Kfz nicht gleich das Kfz-Leasing sowie auch nicht gleich die Haftpflicht- und Kaskoversicherung beim Autohändler abschließen, da dieser in den seltensten Fällen wirklich eine optimale Produktberatung durchführen kann und eine weitere Betreuung des Kunden nicht immer gewährleistet ist. Es empfiehlt sich also, unbedingt vor Auslieferung des Kfz mit dem Versicherungsmakler Kontakt aufzunehmen, da dieser ständig den Markt beobachtet und das optimale Produkt anbieten kann und eine weitere Betreung mit Sicherheit gewährleistet ist.

Leasinggeber

Als Leasinggeber wird der Eigentümer eines Objekts bezeichnet, der die Nutzungsrechte an diesem Objekt für einen bestimmten Zeitraum einem anderen gegen Entgelt überlässt.

Leasingnehmer

Leasingnehmer können sowohl natürliche wie juristische Personen sein. Im Rahmen eines Leasingvertrages werden dem Leasingnehmer von einem Leasinggeber (Leasinggesellschaft) entgeltlich für einen bestimmten Zeitraum Nutzungsrechte an einem Objekt eingeräumt. Ist der Leasingnehmer eine Firma, so erscheint der Leasinggegenstand nicht als Anlagevermögen in der Bilanz.

Leasingobjekt

Das Leasingobjekt ist Gegenstand und Grundlage eines Leasingvertrages. Beim Kfz-Leasing ist dies das geleaste Kraftfahrzeug.

Leasingrate

Die Leasingrate ist das Leasingentgelt, das der Leasingnehmer an den Leasinggeber für die Nutzung des Objektes bezahlt.

Leasingvertrag

Der Leasingvertrag wird als Vereinbarung zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber geschlossen und regelt alle Modalitäten des Geschäftes. Die wichtigsten Vertragsbestandteile sind die Höhe der Leasingrate, die Vertragsdauer und die Zahlungsmodalitäten.

Möglichkeiten am Ende des Leasingvertrages

In der Regel hat der Leasing-Nehmer am Ende des Leasingvertrages drei Möglichkeiten:

NOVA

Die NOVA ist eine einmalige Abgabe und wird abhängig vom Verbrauch (Pkw, Kombi) oder vom Hubraum (Krafträder) als Prozentsatz vom Nettopreis berechnet.

Null-Leasing

Eine Leasingvariante, die privaten Leasingnehmern angeboten wird. Die üblicherweise in den Leasingzahlungen enthaltenen Finanzierungskosten werden bei dieser Variante durch Subventionen des Herstellers/Lieferanten gegenüber dem Leasinggeber abgedeckt.

OK! Gütesiegel

Das Leasing-OK!-Gütesiegel hat der Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften 1997 als "Leasing-Ehrenkodex" initiiert. Es gibt dem Leasingnehmer die Sicherheit, seinen Leasingvertrag nach anerkannten Qualitätsstandards abgeschlossen zu haben.

Restwert

Beim Leasing mit Restwert wird der Finanzierungsbetrag während der Finanzierungslaufzeit nicht vollständig getilgt. Es verbleibt der so genannte Restwert. Um diesen nach Ablauf des Vertrages abzudecken, wird das Leasingobjekt vom Leasinggeber (Leasing-Gesellschaft) in der Regel verkauft, entweder an den bisherigen Leasingnehmer oder aber an einen Dritten. Beim Leasing mit Restwert ergeben sich geringere laufende Belastungen. Diese können durch das Einbringen einer Vorauszahlung weiter reduziert werden.

Vergleich von Leasingofferten

Folgende Fragen helfen dem Leasingnehmer verschiedene Angebote zu vergleichen: